Aurich Notizen, Gedanken, Reflexionen
Eberhard Aurich

   

 

Editorial

Im Internet kann man verschiedene Informationen zu meiner Person finden, erfreulicherweise in der Regel sachlich und unaufgeregt. Das meiste sind Informationen über meine Zeit bei der FDJ. Ich werde aber immer wieder mal gefragt, ob ich nicht auch heute zu verschiedenen Ereignissen und Erscheinungen eine Meinung habe und wie ich über dieses und jenes in der DDR-Geschichte denke.

Ich lebe noch und habe auch viel über frühere Zeiten nachgedacht, sehe heute manches, was ich früher für richtig hielt, durchaus kritisch. Ich lese viel und beschäftige mich mit Politik und Geschichte, mit Kultur und Kunst, mit Erziehung und Wissenschaft. Wer sich also über mich und mein heutiges Denken informieren will, soll auf diesen Seiten fündig werden.

Ich will dabei niemand belehren und meine Meinung aufzwingen, aber freuen würde ich mich schon, wenn ich Impulse geben könnte zum Nachdenken über die Geschichte der DDR und der FDJ, zur kritischen Betrachtung unserer heutigen Welt.

Eberhard Aurich

 

 

JUNG SEIN!

Die Jugend kennzeichnet nicht einen Lebensabschnitt,
sondern eine Geisteshaltung;
sie ist Ausdruck des Willens,
der Vorstellungskraft und der Gefühlsintensität.
Sie bedeutet Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit,
Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit.

Man wird nicht alt, weil man
eine gewisse Anzahl Jahre gelebt hat:
Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt.
Die Jahre zeichnen zwar die Haut
- Ideale aufgeben aber zeichnet die Seele.
Vorurteile, Zweifel, Befürchtungen
und Hoffnungslosigkeit sind Feinde,
die uns nach und nach zur Erde niederdrücken
und uns vor dem Tod zu Staub werden lassen.

Jung ist, wer noch staunen und sich begeistern kann.
Wer noch wie ein unersättliches Kind fragt: Und dann?
Wer die Ereignisse herausfordert
und sich freut am Spiel des Lebens.

Ihr seid so jung wie Euer Glaube.
So alt wie Eure Zweifel.
So jung wie Euer Selbstvertrauen.
So jung wie Eure Hoffnung.
So alt wie Eure Niedergeschlagenheit.

Ihr werdet jung bleiben,
solange Ihr aufnahmebereit bleibt:
Empfänglich fürs Schöne, Gute und Große,
empfänglich für die Botschaften der Natur,
der Mitmenschen, des Unfasslichen.
Sollte eines Tages Euer Herz
geätzt werden von Pessimismus,
zernagt von Zynismus,
dann möge man Erbarmen haben
mit Eurer Seele - der Seele eines Greises. 

Marc Aurel (121-180)

 



 

glas

Glasskulptur von Beate Bolender
(Ausstellung auf Burg Beeskow)