Aurich Notizen, Gedanken, Reflexionen
Eberhard Aurich

   

 

 

 

Gelesen 2013

 

Daniel Kehlmann

Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten

Ruhm

Bernhard Bueb

Die Macht der Ehrlichen. Eine Provokation

Bueb

Jonas Jonasson

Die Analphabetin, die rechnen konnte

Jonasson

Martin Walser

Die Inszenierung

Walser

 

Gesang und Bericht, ein Band über Chile, erschienen 1975

Chile
Ein wundervoll gestaltetes Buch mit Reden von Allende und Texten von Neruda, mit Reproduktionen von Gemälden und Zeichnungen zu Chile 1973, herausgegeben von: Thomas Billhardt, Volker Braun, Werner Bräunig, Paul Dessau, Peter Gosse, Oto Gotsche, Bernhard Heisig, Hermann Kant, Eduard Klein, Günter Kunert, Erik Neutsch, Hermann Raum, Helmut Richter, Carlos Rincón, Max Walter Schulz, Kurt Schwaen, Anna Seghers, Willi Sitte, Horst Teweleit, Werner Tübke

Ferdinand von Schirach

TABU

Tabu
Ein Mord ohne Leiche, in Plädoyer auf das Recht des Menschen, das für alle gilt.

Jana Simon

Sei dennoch unverzagt
Gespräche mit meinen Großeltern Christa und Gerhard Wolf

Simon

Die Enkelin unterhält sich mit Oma und Opa voller Respekt und Hochachtung,
in gegenseitiger Liebe und Zuneigung. Ein schlichtes Gespräch über das Leben. Ein schönes Buch über geschichtliche Prägungen, Bescheidenheit im Alltag, Lebensansprüche im Denken und Geist, politisches Engagement früher und heute. Ein trauriges Dkument darüber, wie die DDR mit einigen ihrer besten Künstler umging und wie diese nach der Wende noch einmal gedemütigt werden sollten.

Nikolai Ostrowski

Wiedergelesen: Wie der Stahl gehärtet wurde
Verlag Neues Leben 1958

Ostrowski Ostrowski

„Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur ein einziges Mal geschenkt, und er muss es so verbringen, dass ihn später die zwecklos verlebten Jahre nicht qualvoll gereuen, die Schande einer unwürdigen, nichtssagenden Vergangenheit ihn nicht bedrückt und dass er sterbend sagen kann: Mein ganzes Leben, meine ganze Kraft habe ich dem Herrlichsten auf der Welt - dem Kampf für die Befreiung der Menschheit - geweiht. Und er muss sich beeilen zu leben. Denn eine dumme Krankheit oder irgendein tragischer Zufall kann dem Leben jäh ein Ende setzen.“

Meine Suche nach Idealen in der Jugend (PDF)

 

Wilhelm Adam

Wiedergelesen: Der schwere Entschluss
Verlag der Nation der DDR 1965

Adam

Erinnerungen des Oberst a.D., 1. Adjutant der 6. Armee unter Generalfeldmarschall Paulus in Stalingrad, später Mitglied des Nationalkomitees Freies Deutschland und des Bundes deutscher Offiziere, in der DDR Chef der Offiziershochschule der Nationalen Volksarmee der DDR in Dresden, Mitglied der Nationaldemokratischen Partei der DDR.

Jorgen Randers

2052. Der neue Bericht an den Club of Rome
Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre

Club

Der ganze Bericht von Jorgen Randers fußt offensichtlich auf seriösen wissenschaftlich begründeten Tatsachen. Ganz gleich, ob alle Detail-Prognosen so eintreten werden, kann man doch wohl die Gesamtprognose akzeptieren und zur Grundlage eigener Überlegungen machen.

Mir ist sympathisch, dass Randers gar nicht den Versuch unternimmt, einen globalen Lösungsvorschlag zu machen, der als komplexe Idee durchzufechten wäre, um seine Prognose nicht eintreten zu lassen.

Er deutet es an: Es wird keine revolutionären Änderungen in Wirtschaft und Politik geben. Alle notwendigen Entscheidungen werden durch die objektiven Entwicklungen mehr oder weniger erzwungen werden. Plastisch beschreibt Randers, wie quasi die derzeitigen „Treiber“ wie „Wachstum“, „Produktivitätssteigerung“, „Einkommenserhöhung“ neben der Ressourcenverknappung, der Verschärfung sozialer Widersprüche alle zusammen die Produktion und den Verbrauch dämpfen werden, wie die Bevölkerungsentwicklung sich selbst „kastriert“ und die Klimaveränderung zu neuen regionalen Unterschieden führen wird mit all ihren politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen.

Dass perspektivisch das Allgemeinwohl gegenüber dem Eigennutz Vorrang haben wird, dass der Staat eine größere Bedeutung im Interesse des Allgemeinwohls erhalten wird, dass sich mehr Menschen selbst einbringen werden – das alles sind mir sympathische Entwicklungen, die mit meinem ehemals sozialistischen Vorstellungen von der Welt korrespondieren.

Ich bemerke allerdings einen akuten Mangel an Vorstellungen unseres politischen Personals zu diesem von Randers ausführlich beschriebenen Thema. Auch in der medialen Widerspiegelung findet sich davon wenig, wenn, dann nur als „Sensationsmeldung“. Zum Beispiel hat niemand gefragt, was die Bereitstellung der Milliarden für die jüngsten Hochwasserschäden denn für das BIP, den Konsum, die Gesellschaft bedeutet. Es wurde so getan, als sei das einfach aus der Sparbüchse finanziert (Schuldenbüchse).

Man sollte das Buch zur „Pflichtlektüre“ für Politiker und Journalisten erklären.

Mein Exzerpt

John Hattie

Lernen sichtbar machen
Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visible Learning"

Lernen

Domenico Losurdo

Das 20. Jahrhundert begreifen

Losurdo

Christa Wolf

August
Die letzte Erzählung von Christa Wolf vor ihrem Tod 2011.
August

Es gibt das Glück der kleinen Dinge, menschliche Zuwendung und Aufmerksamkeit. Poesie hoch drei!

Lotte Ulbricht

Mein Leben - Selbstzeugnisse, Briefe und Dokumente

Lotte

Egon Krenz (Hrsg.)

Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich

Ulbricht

Meine Gedanken dazu

Gedanken zum Interview von Egon Krenz mit Valentin Falin

Stefan Zweig

Marie Antoinette - Bildnis eines mittleren Charakters

Zweig

Marianne F. Schulz

Die Chance, ungebrochen davonzukommen
11 Lebensbilder um die Zeit der Wende in Deutschland

Nora

Wolfgang Ruge

Lenin - Vorgänger Stalins

Lenin

Auszüge aus dem Buch (von E. Aurich)

Ralf Georg Reuth
Günther Lachmann

Das erste Leben der Angela M.

Merkel

Offensichtlich sind die politischen Erfahrungen und Fähigkeiten eines ehrenamtlichen Durchschnitts-FDJ-Funktionärs, opportunistisches Verschweigen des eigenen politischen Standpunkts vollkommen ausreichend, um das mächtigste Land der EU zu regieren und dafür auch noch hohe Zustimmungswerte unter der Bevölkerung zu erhalten. Die in der DDR, die wirklich etwas konnten, arbeiteten viel zu viel, mischten sich gar hin und wieder ein und schadeten eher ihrer Karriere durch Offenbarung ihrer politischen Meinung und Einsatz für diese. Merkel verstand es, lange zu schweigen, zum richtigen Zeitpunkt sich aber an eine karrierefördernden Stelle zu stellen und unauffällig-auffällig auf sich aufmerksam zu machen. Bei dem dargestellten Geflecht an IMs des MfS und des KGB, das sie angeblich umgab, könnte man gar auf den kühnen Gedanken kommen, dass hier noch andere Mächte mit gedreht haben. (Aurich)

Gedanken zum Buch von Herbert Grießig

Sabine Rennefanz

Eisenkinder - Die stille Wut der Wendegeneration

Eisenkinder

Meine Rezension

Shlomo Sand

Die Erfindung des jüdischen Volkes

Sand

Oskar Roehler

Herkunft

Herkunft

Irina Liebmann

Wäre es schön? Es wäre schön! Mein Vater Rudolf Herrnstadt

Herrnstadt

SPIEGEL 13/2013

Unter dem Titel "Das ewige Trauma. Der Krieg und die Deutschen"
schreibt der SPIEGEL über das heutige Verhältnis der Deutschen zum Krieg.

Spiegel

Meine Meinung, siehe auch Diskussion im Aktuellen Forum

Michail Gorbatschow

Alles zu seiner Zeit. Mein Leben

Gorbi Gorbatschow

Auszüge

Meine Meinung

W. I. Lenin

Wie soll man den Wettbewerb organisieren? (1917)

Lenin

Domenico Losurdo

Stalin: Geschichte und Kritik einer schwarzen Legende

Stalin

Jörg Baberowski

Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt

Stalin

W. I. Lenin

Der "linke Radikalismus" - die Kinderkrankheit des Kommunismus

Angelica Balabanoff

Lenin oder: Der Zweck heiligt die Mittel

Balabanoff

Hier eine Zitatzusammenstellung von mir nach Lesen des Buches

Fjodor Dostojewski

Die Brüder Karamasow

Karamasow

Jegor Ligatschow

Wer verriet die Sowjetunion?

Ligatschow

Meine Meinung zu diesem Buch

Ulrich Tilgner

Die Logik der Waffen

Tilgner

Die politische Situation im Orient verändert sich dramatisch. Die Konflikte in der Region sind nicht gelöst. Statt den Aufbau moderner Zivilgesellschaften zu fördern, zieht sich der Westen zurück. Die USA heizen Bürgerkriege an und verteidigen ihre strategischen Interessen in der Region mit neuen militärischen Mitteln – mit Drohneneinsätzen, Kommandoaktionen und Cyberkrieg. Die Folgen für die Menschen treten zunehmend in den Hintergrund – politische Interessen haben Vorrang. Ulrich Tilgner erklärt, worauf die Logik der Waffen beruht und warum die westliche Politik im Orient scheitert. 

Ulrich Tilgner arbeitet als Korrespondent für das Schweizer Fernsehen. Er berichtet seit über dreißig Jahren aus dem Orient und analysiert die politischen Konflikte sowie ihre wirtschaftlichen und kulturellen Hintergründe. Von 2002 bis 2008 leitete er das ZDF-Büro in Teheran. Sein Berichtsgebiet umfasst Irak, Iran und Afghanistan.

Florian Illies

1913-Der Sommer des Jahrhunderts

1913

Kokoschka ist im Liebestaumel, die Brücke zerfällt, Proust begibt sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit, Benn liebt Lasker-Schüler, Rilke trinkt mit Freud, Strawinsky feiert sein Frühlingsopfer, Kirchner gibt der modernen Metropole ein Gesicht, Gropius propagiert "Form folgt der Funktion", Kafka, Joyce und Musil trinken am selben Tag in Triest einen Cappuccino, Hitler malt biedere Stadtansichten und Stalin denkt in Wien über die Nation nach. Das Jahr vor dem Großen Krieg. Ein wunderbares Buch! 

Victor Grossman

Ein Ami blickt auf die DDR zurück

Grossman

Mein Brief an Victor Grossman zu seinem Buch

Seine Antwort

Mein Interview mit Victor Grossman 2010 in der Zeitschrift WORTSPIEGEL

Victor Serge

 

Die große Ernüchterung - Der Fall Tulajew

Serge
Ein trauriges ernüchterndes Buch über die Zeit des Großen Terrors in der Sowjetunion, über die alltäglichen Drangsalierungen und Zwänge des parteilichen Gehorsams gegenüber Stalin, die Ermordung der ganzen alten Garde und anderer Unschuldiger, über die Rolle der Sowjetunion und seines Geheimdienstes im spanischen Bürgerkrieg, viel Wahrheit über das ärmliche alltägliche Leben in Stalins Sozialismus

Ken Follett

Winter der Welt

Winter der Welt
Die eigentlichen Motive und seelischen Konflikte der Handelnden bleiben in diesem Wulst von Ereignissen auf der Strecke. Warum einer so oder so denkt und handelt, wird nicht mehr hinterfragt, Gewissen und Zweifel gibt es kaum, jeder spielt wie ein Schauspieler seine ihm vom Autor zugewiesene historische Rolle und bebildert so mehr oder wenig plastisch die Geschichte. Alles wirkt etwas gekünstelt und letztlich deshalb sogar unglaubwürdig. Das liest sich zwar irgendwie weg, ist aber keine aufregende Literatur, die zum tieferen Nachdenken Anlass gibt, das ist Konstrukt und zielt auf die Einfalt der Leute, die es gerne schlicht und nicht so kompliziert mögen, wie ja die Verkaufszahlen der Bücher belegen. Es bedient letztlich das herrschende Geschichtsbild und hinterfragt es in keinem Punkt. Das ist Trivialliteratur pur. Aber offensichtlich kann man Geschichte heute nur so unters Volk bringen, da ist man als Leser ja schon dankbar, dass die großen historischen Linien noch einigermaßen stimmen, im Detail wird’s aber schwierig, zum Beispiel wenn er die Kommunisten nur als umgedrehte Faschisten bezeichnet oder gar vergisst, dass es auch Kommunisten gab, die gegen Hitler kämpften und ihr Leben dabei ließen. Wenn die Brutalität der Nazis oder des NKWD allzu schematisch geschildert wird. Oder wenn für ihn Stalingrad, Warschau, Breslau, Auschwitz (Holocaust!) oder Buchenwald keine Handlungsorte sind. Soll der Leser auch wirklich glauben, dass auf solch simple Weise Angriffsbefehle Hitlers oder die Konstruktionszeichnungen der amerikanischen Atombombe zum sowjetischen Geheimdienst gelangten?

2. Teil der Trilogie

Meine Meinung zu beiden Bänden der Trilogie

Ken Follett

Sturz der Titanen

Titanen
Ein Riesengemälde des I. Weltkrieges mit Schauplätzen in England, Deutschland, Frankreich, USA, Russland einschließlich seines asiatischen Teils. Der deutsche Kaiser, der russische Zar stürzen, Weltreiche brechen zusammen. Der Beginn des Krieges ist ein Szenario, wie es auch heute noch denkbar wäre, denn angebliche "Bündnisverpflichtungen", Treueschwüre und wenig Diplomatie schaukeln sich zu einem gordischen Kriegsknoten auf, in dem sich die Widersprüche der imperialen Staaten in Europa und den USA bündeln. Die Kriegsziele wollte später niemand mehr benennen wollen, nur noch Schuldige mussten auf Gedeih und Verderb gefunden werden. Das hat 17 Millionen Tote gekostet, 70 Mio standen unter Waffen, ca. 40 Staaten waren an dem Gemetzel beteiligt. Gesiegt hat letztlich keiner, verloren haben alle, aber einen Schuldigen musste es geben. Mit dem Versailler Vertrag wird der Grundstein für den II. Weltkrieg gelegt. Die Welt wird neu geordnet: Polen und die Tschechoslowakei entstehen, Österreich und das Osmanische Reich zerfallen, noch schwache Demokratien entstehen in Europa. Die Romanfiguren bebildern die Historie anhand ihres persönlichen Schicksals, ihre Gedanken und Konflikte bleiben aber eher unterbelichtet, sie agieren jedoch in einem gegenseitigen Geflecht von sehr unglaubhaften Begegnungen im Krieg und politischen und persönlichen Abhängigkeiten. Es bleibt wenig Hoffnung auf eine bessere Welt, die Oktoberrevolution in Russland wird vom Autor nicht als solche angesehen.

1. Teil einer Trilogie